
Ein Besuch in Prag ist ohne einen Abstecher ins Jüdische Viertel (Josefov) undenkbar.
Dieser interessante Teil Prags ist nach Kaiser Joseph II. benannt, dessen Reformen die Lebensbedingungen der Juden verbesserten. Das Jüdische Viertel beherbergt die Überreste des ehemaligen Prager Ghettos. Da viele Juden im Zweiten Weltkrieg starben und vom kommunistischen Regime zur Flucht gezwungen wurden, zählt die heutige jüdische Gemeinde in Prag 5000 bis 6000 Mitglieder. Zwei Persönlichkeiten sind untrennbar mit diesem Stadtteil verbunden: Franz Kafka (1883–1924) und der mystische Golem, erschaffen von Jehuda ben Bezalel, auch bekannt als Rabbi Löw.
Sehenswürdigkeiten
Das Jüdische Viertel in Prag beherbergt die am besten erhaltenen jüdischen Denkmäler Europas. Neben dem historischen Jüdischen Rathaus und dem Alten Jüdischen Friedhof, der als einer der bedeutendsten Friedhöfe seiner Art in Europa gilt, stehen hier noch sechs Synagogen.

Die Altneu-Synagoge von Josefov ist die älteste erhaltene Synagoge Mitteleuropas in Prag. Sie wurde im späten 13. Jahrhundert im frühgotischen Stil erbaut und besticht durch ihr kunstvolles Steinmetzwerk. Die gesamte Inneneinrichtung ist original. Die Synagoge dient heute als Hauptgebethaus der jüdischen Gemeinde Prags. Dieser sehr interessante historische Ort kann im Rahmen einer unserer Führungen besichtigt werden.

